Heute geht’s um Elektrizität. Die Die CMBlu Energy AG in Alzenau hat einen ziemlich dicken Fisch an der Angel: Die Düsseldorfer Uniper Kraftwerke GmbH hat eine langfristige Rahmenvereinbarung für die Lieferung von mindestens 5 GWh Organic-SolidFlow-Batteriespeichern unterzeichnet. Dieser Liefervertrag läuft bis 2037 und sieht vor, dass Uniper ab 2027 die Option hat, Batteriesysteme in Tranchen von jeweils mindestens 100 MWh abrufen zu können. „Diese Vereinbarung mit Uniper ist ein wichtiger Meilenstein für CMBlu und für die industrielle Skalierung unserer Technologie“, freut sich Vorstandschef Constantin Eis.
CMBlu will unbegrenzte biologische Energiespeicherung nach dem Vorbild der Natur ermöglichen. Die SolidFlow-Batterien speichern Energie in organischen Molekülen – dem Vernehmen nach spielt Lignin dabei eine entscheidende Rolle. Dafür Lithium, Kobalt, Nickel adé. Der jetzt geschlossene Vertrag ist keine bloße Zukunftshoffnung, sondern folgt auf einen wichtigen technologischen Meilenstein in der langjährigen Zusammenarbeit beider Unternehmen: den erfolgreich abgeschlossenen Site Acceptance Test (SAT) eines Batteriesystems. Cleantech at it’s best.
Andere Stimmen (auch) aus Bayern nerven derweil. Häuptling Markus Söder und zahlreiche nachgeordnete Krieger trommeln für eine Renaissance der Kernenergie in Form von sogenannten Mini-Reaktoren. Schon wieder will man mit ionisierender Strahlung herumhantieren. Dabei warten in Deutschland 10.000 Tonnen hochradioaktiver und hunderttausende Tonnen schwach- und mittelradioaktiver Müll aus dem ersten Atomabenteuer auf eine Endlagerung. Mein Vorschlag: Wer das Wort Mini-AKW benutzt, muss im nächsten Satz sagen, wo das längst überfällige Atommüll-Endlager in seinem Bundesland und noch besser in seinem Wahlkreis gebaut werden wird!
Andreas Mietzsch | www.biocom.ag
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