„Fünfjahresplan“ klingt nach kommunistischem Muff. Doch wenn die Volksrepublik China einen solchen vorstellt wie gestern, merkt die industrialisierte Welt auf. Denn das Ziel des Reiches der Mitte ist, in zehn definierten Hightech-Sektoren mit viel Forschung, Entwicklung und Investitionen eine globale Führungsposition zu erreichen. Mit dabei die Biotechnologie, die hierzulande in der öffentlichen und politischen Diskussion nahezu zu in Vergessenheit geraten zu sein scheint.
Dazu passt eine Analyse des Züricher VC-Fonds Redalpine, über die die FAZ heute vorab berichtet. Zu den sechs Bereichen, in denen Europa seine F&E-Führungsrolle weltweit verteidigen sollte, zählen die Autoren die „programmierbare Biologie“, also die gezielte Wirkstoffforschung auf Basis großer Datenmengen. Auch in der Kombination mit Hardware hätten die Europäer immer noch große Vorteile.
Zurück nach China. Während die Volksrepublik in der Hightech-Industrialisierung Vollgas gibt, scheinen ihre klimapolitischen Ambitionen nachzulassen: Der neue Fünf-Jahres-Plan bleibt hinter den CO2-Reduktionszielen des vorigen zurück, auch wenn die „Kohlenstoffintensität“ der Volkswirtschaft dank moderner Techniken reduziert werden soll. China stößt derzeit fast ein Drittel der globalen CO2-Emissionen aus, Tendenz bis zum Ende des Jahrzehnts steigend!
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