Man glaubt es kaum: Die International Maritime Organization (IMO) hat unter dem Druck der USA und Saudi Arabiens konkret vereinbarte Ziele und Maßnahmen zur Verringerung des CO2-Ausstoßes der weltweiten Handelsschifffahrt verschoben. Das betrifft verbindliche Regelungen für ein globales CO2-Preissystem und das Ziel von Netto-Null-Emissionen bis 2050 – zunächst für ein Jahr. Die IMO ist eine Sonderorganisation der Vereinten Nationen mit Sitz in London.
Die meisten der nahezu 50.000 großen Frachter weltweit werden heute noch mit extrem umweltschädlichem Schweröl oder Schiffsdiesel betrieben. Nach dem einstimmigen Votum der IMO für ein Net-Zero Framework vor drei Jahren tat sich aber schon einiges: Rund drei Viertel aller neubestellten Frachter seither wurden mit sogenannten Dual-Fuels-Motoren bestellt, die zum Beispiel auch mit Methanol betrieben werden können. Und das kann aus Biomasse hergestellt werden und gilt dann als nachhaltiger Biotreibstoff. Der World Shipping Council errechnete bis Ende 2025 schon mehr als 150 Mrd. US-$ Investitionen in solche Dual-Fuels-Systeme.
Große maritime Reedereien haben kundgetan, am bereits eingeschlagenen Weg hin zur Klimaneutralität festzuhalten. Es bleibt dringend zu hoffen, dass in den Führungsetagen der Wirtschaft klügere Köpfe sitzen als derzeit in den Regierungen mancher Länder.
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