{"id":937,"date":"2026-04-23T12:55:02","date_gmt":"2026-04-23T12:55:02","guid":{"rendered":"https:\/\/biocom.ag\/?p=937"},"modified":"2026-04-29T09:40:54","modified_gmt":"2026-04-29T09:40:54","slug":"worte-viele-worte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/biocom.ag\/en\/worte-viele-worte\/","title":{"rendered":"Worte, viele Worte \u2026"},"content":{"rendered":"<p>In dieser Woche waren Viele viel unterwegs \u2013 so auch die deutsche Bundesforschungsministerin Dorothee B\u00e4r, die nicht nur an der Er\u00f6ffnung der Hannover Messe teilnahm, sondern einen Tag sp\u00e4ter auch an den Deutschen Biotechnologietagen in Leipzig. Zur gro\u00dfen Freude der Szene betonte sie die Bedeutung der Biotechnologie als eine der sechs Bereiche ihrer High-Tech-Agenda f\u00fcr die technologische Souver\u00e4nit\u00e4t des Landes. Kein schlechtes Argument in diesen geopolitisch turbulenten Tagen.<\/p>\n\n\n\n<p>Dazu passt ein anderes Zitat: \u201eDie M\u00f6glichkeiten (der industriellen Biotechnologie) sind breiter gestreut als viele denken \u2013 und zwar ohne Dauersubventionen. Grunds\u00e4tzlich kann jede organische Chemikalie aus landwirtschaftlichen Rohstoffen kommen. Gelingt es, die Landwirtschaft zum Rohstofflieferanten einiger Industrien zu machen, so f\u00fchrt das mittelfristig zu einer auf Landwirtschaft aufbauenden, verarbeitenden Industrie. Europa sollte seine Chance auf diesem Gebiet voll nutzen.\u201c Das sagte der Vizepr\u00e4sident der EU-Kommission Karl-Heinz Narjes bei der Er\u00f6ffnung der 2. Biotechnica in Hannover \u2013 vor genau 40 Jahren!<\/p>\n\n\n\n<p>&#8222;Biotechnologie ist kein Nischensektor \u2013 sie ist eine strategische S\u00e4ule f\u00fcr Europas zuk\u00fcnftige Wettbewerbsf\u00e4higkeit. Wenn es \u00d6sterreich gelingt, Wissenschaft, Kapital und Politik besser zu verbinden, kann es eine deutlich st\u00e4rkere Rolle im globalen Innovationswettbewerb spielen,&#8220; sagte Prof. Dr. Monika K\u00f6ppl-Turyna in dieser Woche beim 5. Biotech Circle des Verbandes Biotech Austria in der Wiener B\u00f6rse. Wie schwach solche Aussagen in der aktuellen Diskussion in die \u00d6ffentlichkeit durchdringen, zeigte auch die Medienresonanz auf den Petersberg Klimadialog in Berlin: Dort wurde zwar die Abkehr von fossilen Energiequellen gefordert, doch als Alternativen werden (etwa von Greenpeace) wortreich nur Sonnen- und Windenergie und eine konsequente Elektrifizierung des Verkehrs genannt.<\/p>\n\n\n\n<p>Wenigstens eine Nachricht dieser Woche hatte echte Substanz: Der Rat der Europ\u00e4ischen Union hat der Einigung zugestimmt, dass von Mitte 2028 an (mit CRISPR-Cas9 et al.) molekularbiologisch gez\u00fcchtete Lebensmittel ohne spezielle Pr\u00fcfungen und Kennzeichnungen auf den Markt gebracht werden k\u00f6nnen. Das ach so innovationsfreundliche Deutschland hat sich bei der Abstimmung enthalten. Und die \u00dcberschrift der dpa-Meldung lautete: \u201eGentechnik ohne Kennzeichnung\u201c. Und ja, das Europ\u00e4ische Parlament muss der Einigung noch zustimmen. Hoffen wir mal, dass auf die vielen Worte auch Taten folgen.<\/p>\n\n\n\n<p>Foto: pixabay.com | Ulrich Dregler<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In dieser Woche waren Viele viel unterwegs \u2013 so auch die deutsche Bundesforschungsministerin Dorothee B\u00e4r, die nicht nur an der Er\u00f6ffnung der Hannover Messe teilnahm, sondern einen Tag sp\u00e4ter auch an den Deutschen Biotechnologietagen in Leipzig. 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