{"id":1032,"date":"2026-08-13T09:36:32","date_gmt":"2026-08-13T09:36:32","guid":{"rendered":"https:\/\/biocom.ag\/?p=1032"},"modified":"2026-08-13T09:36:32","modified_gmt":"2026-08-13T09:36:32","slug":"versagt-die-boerse-bei-der-zukunftsgestaltung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/biocom.ag\/en\/versagt-die-boerse-bei-der-zukunftsgestaltung\/","title":{"rendered":"Versagt die B\u00f6rse bei der Zukunftsgestaltung?"},"content":{"rendered":"<p class=\"wp-block-paragraph\">Ohne die internationalen Kapitalm\u00e4rkte hat keine industrielle Disruption eine Chance. Da k\u00f6nnen noch so viele Politikerrunden von Sprunginnovationen schwafeln, Liza Minelli sang in \u201eCabaret\u201c ganz recht: \u201eMoney makes the world go round!\u201c Mitten drin die B\u00f6rse: Kurzfristig zuweilen irrational, langfristig liegt sie meistens richtig. Unl\u00e4ngst hatten wir einen R\u00fcstungshype, derzeit einen KI-Hype, und mit humanoiden Robotern scheint das n\u00e4chste Aufregerthema schon in den Startl\u00f6chern. Wie kommt es nur, dass die Kapitalm\u00e4rkte bei den beiden wichtigsten globalen Bedrohungen derzeit \u2013 Klimaerw\u00e4rmung und Verlust an Biodiversit\u00e4t \u2013 ziemlich blind zu sein scheinen?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das betrifft nicht nur das Katastrophenszenario, sondern auch die disruptiven Chancen f\u00fcr die Volkswirtschaften. Schon morgen z\u00e4hlt nicht mehr, wer die besten Autos baut (eine Erfindung des vorletzten Jahrhunderts), sondern wer den Planeten \u00f6kologisch bewohnbar h\u00e4lt und Milliarden von Menschen nachhaltig ern\u00e4hrt. In der Frankfurter Zeitung, hinter der meist ein kluger Kopf stecken soll, stand unl\u00e4ngst ein interessanter Bericht zum Thema \u201aWie kommuniziere ich Biodiversit\u00e4t?\u2018. Darin wird Henrik Pontzen zitiert, Nachhaltigkeitschef bei Union Investment: \u201eDie Wissenschaft ist gut darin, Mikro- und Makroaussagen zu treffen. Aber der Kapitalmarkt ist nur gut darin, Mesoaussagen zu verarbeiten.\u201c Forscher liefern also gute, eng umgrenzte Details und gro\u00dfe globale Trends, die Kapitalm\u00e4rkte brauchen aber Aussagen f\u00fcr das Meso, also die breite Mitte der unternehmenden Wirtschaft im internationalen Wettbewerb.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dar\u00fcber lohnt es sich, nachzudenken. Auch, welche Rolle Medien und Politik dabei spielen. Bei den elektronischen (Des-)Informationsplattformen sind wieder andere Interessen im Spiel. In Bezug auf die B\u00f6rsen darf man sich ruhig daran erinnern, dass diese mit derartigen Problemen schon immer zu k\u00e4mpfen hatte. Die Antipoden hier hei\u00dfen kurzfristige Spekulation und langfristige Investition. Wer sein Geld langfristig anlegen m\u00f6chte, der findet auch heute schon Unternehmen, die sich ernstlich auf die Zukunft (und ihre Chancen) vorbereiten. Ein erstes gutes Indiz ist immer, wenn das Wort \u201aBiotechnologie\u2018 im Gesch\u00e4ftsbericht auftaucht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bild pixabay von Cdd20<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ohne die internationalen Kapitalm\u00e4rkte hat keine industrielle Disruption eine Chance. Da k\u00f6nnen noch so viele Politikerrunden von Sprunginnovationen schwafeln, Liza Minelli sang in \u201eCabaret\u201c ganz recht: \u201eMoney makes the world go round!\u201c Mitten drin die B\u00f6rse: Kurzfristig zuweilen irrational, langfristig liegt sie meistens richtig. 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